Nassen Boden entwässern, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: Finde heraus, woher das Wasser kommt, probier Lösungen ohne Graben, miss das Gefälle, heb einen Graben und eine Kiesdrainage aus und leite das Wasser zu einem sicheren Auslauf.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es mit dem Modul Drainage nasser Böden. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Woher das Wasser kommt
Finde vor dem Spaten die Ursache: Die Lösung für die eine hilft nicht bei der anderen.
- Wasser vom Hang — Nass ist es am Hangfuß und entlang des Hangs, nach Regen fließt Wasser darüber. Die Lösung ist ein Fanggraben oberhalb und eine flache Drainage am Rand.
- Wasser auf verdichteter Schicht — Die oberen 20–40 cm sind nass, darunter ist es trocken und hart. Es helfen Tiefenlockerung, erhöhte Beete und organische Substanz.
- Hohes Grundwasser — Ebene am Fluss, nass auch ohne Regen. Nötig sind Drainage mit tiefer liegendem Auslauf, Dämme oder Pflanzen, die Nässe vertragen.
- Pflanzen, die es dir sagen — Binsen, Seggen und Hahnenfuß: Das Wasser steht lange. Weide, Erle und Pappel, die von selbst kommen: hohes Grundwasser.
Warum: Viele graben und düngen nassen Boden jahrelang, dabei liegt das Problem nicht an der Nahrung: Der Wurzel fehlt Luft, weil das Wasser nirgendwohin kann. Das Wasser kann vom Hang kommen, auf einer verdichteten Schicht stehen oder von unten steigen, oft ist es eine Mischung.
- Schachtelhalm, Sauerampfer und Moos sagen dir: feucht und sauer.
- Schwerer Ton lässt Wasser langsam durch: Nach Regen steht es stundenlang, dann trocknet der Boden steinhart aus.
2. Die Probegrube
Das beste Diagnosewerkzeug ist eine Grube, zur richtigen Zeit ausgehoben.
- Grube 60–80 cm — Heb sie ein, zwei Tage nach stärkerem Regen im Frühjahr aus, an der nassen Stelle.
- Wo das Wasser hereinkommt — Sickert es in einer bestimmten Tiefe aus der Wand, ist es eine Schicht oder Hangwasser. Füllt sich die Grube von unten, ist es Grundwasser.
- Wasserstand und Farbe — Notier in cm unter der Oberfläche, in welcher Tiefe sich das Wasser nach 24 Stunden einpendelt. Grau-blaue Flecken und Rostflecken zeigen, dass dort lange Wasser steht.
- Harte Schicht und Wurzeln — Die Stabprobe zeigt, in welcher Tiefe es verdichtet ist. Wo die Wurzel plötzlich aufhört oder waagrecht wächst, liegt das Problem.
Warum: Eine Grube nach Regen zeigt, wo das Wasser hereinkommt, in welcher Tiefe es steht und wo die verdichtete Schicht liegt. Ohne sie legst du leicht eine Drainage in Ton, obwohl das Problem eine Frässohle ist.
- Trag alles in die Diagnose nasser Boden ein, für jede nasse Stelle getrennt.
- Mach neben der Grube auch einen Sickertest.
3. Ohne Grabenbau · Gesperrt
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4. Das Gefälle messen · Gesperrt
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5. Der offene Graben · Gesperrt
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6. Kiesdrainage · Gesperrt
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7. Auslauf und Pflege · Gesperrt
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