Dächer, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: Form und Neigung passend zur Eindeckung, Schnee und Wind, Sparren und Verankerung, Lattung, Blech und Ziegel, Dachrinnen und sicheres Arbeiten auf dem Dach.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Dächer. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Form und Neigung
Die Dachneigung wählst du nicht nach Augenmaß, sondern nach der Eindeckung, die darauf kommt.
- Form nach dem Gebäude — Das Pultdach ist am einfachsten, für Unterstand und Holzlager an der Wand. Das Satteldach hat einen First und einen Dachboden, für Stall, Schuppen und Hühnerstall.
- Blech verträgt wenig Neigung — Trapezblech geht ab 5–10°, in einem Stück vom First bis zur Traufe. Wellblech braucht 10–15°.
- Ziegel und Schindeln steiler — Tondachziegel mit Falz etwa ab 22–30°, Holzschindeln ab 30–35°. Je steiler die Schindeln, desto länger halten sie.
- Steiles Dach im Schnee — Wo viel Schnee fällt, nimm mehr als die Mindestneigung. Vom steilen Dach rutscht der Schnee von selbst und bleibt nicht auf der Konstruktion liegen.
Warum: Unter der Mindestneigung drückt der Wind das Wasser unter die Überdeckung zurück, und Schnee bleibt länger liegen. In schneereichen Lagen wählst du die Neigung steiler, denn vom steilen Dach rutscht der Schnee von selbst.
- Die Mindestneigung prüfst du immer in den Herstellerangaben für genau dieses Blech oder diesen Ziegel.
- Schnelle Rechnung: Höhenunterschied = Dachbreite × 0,18 bei 10°, × 0,36 bei 20°, × 0,58 bei 30°.
2. Schnee, Wind und Gewicht
Das Dach trägt sein Eigengewicht, Schnee und Wind.
- Nasser Schnee ist schwer — 30 cm nasser Schnee wiegen 100–120 kg je m². Auf einem Dach von 20 m² sind das 2–2,4 t.
- Schnee deiner Gegend — Das Dach wird für den Schnee deiner Gegend gebaut, nicht für einen durchschnittlichen Winter. Frag den Tragwerksplaner oder das Bauamt nach dem Wert für deinen Ort und deine Höhenlage.
- Blech oder Ziegel — Blech mit Lattung wiegt 5–10 kg je m², Ziegel 45–60 kg. Eine alte Konstruktion, die für Blech gebaut wurde, ist ohne Prüfung nicht für Ziegel geeignet.
- Wind hebt das Dach — Am stärksten wirkt der Wind an Ecken, Rändern und Überständen. In windexponierten Lagen (Küste, Kammlagen, Föhntäler) befestigst du die Eindeckung dichter und verankerst das Dach stärker.
Warum: Schnee ist auf dem Hof der häufigste Grund für einstürzende Dächer, besonders nasser Schnee nach Regen oder Schnee, den der Wind auf eine Seite geweht hat. Ein leichtes Blechdach hebt der Wind an wie eine Flugzeugtragfläche.
- Für mehr als 4–5 m Spannweite, Ziegel oder Stein auf einer neuen Konstruktion, Schneelasten im Bergland und in den Alpen und starken Wind brauchst du eine Berechnung vom Tragwerksplaner.
- Das gilt auch für jedes Gebäude, in dem Menschen oder Großvieh sich aufhalten.
3. Sparren und Verankerung · Gesperrt
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4. Bahn und Lattung · Gesperrt
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5. Blech und Ziegel · Gesperrt
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6. Rinnen und Schneefang · Gesperrt
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7. Aufs Dach ohne Absturz · Gesperrt
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