Saatgutbank, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: eine Saatgutbank im Haus mit Reserve, Kennzeichen und Sortenkarten, ein Erneuerungsplan und sicherer Saatguttausch im Dorf.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Saatgutbank und Saatguttausch. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Zwei Kopien
Die Saatgutbank im Haus hat zwei Teile: den Arbeitsvorrat und die Reserve.
- Gläser sind noch keine Bank — Eine Bank wird es, wenn du weißt, was in jedem Glas ist, wie alt es ist, wie gut es keimt, woher es kommt und wann du es wieder säen musst.
- Arbeitsvorrat — Saatgut für Aussaat und Tausch in den nächsten Jahren. Es lagert im kühlen, trockenen Vorratsraum oder im Kühlschrank und reicht für 2–3 Aussaaten.
- Reserve an einem anderen Ort — Die Reserve rührst du nur an, wenn der Arbeitsvorrat verloren geht. Bewahre sie im Gefrierschrank, in einem anderen Haus oder bei Freunden auf, für 1–2 Aussaaten.
- Du brauchst nicht alles — Eine Bank mit 15–30 Sorten, die du wirklich säst, ist mehr wert als 200 Tüten, die du nie erneuerst. Nimm eine Sorte erst dazu, wenn du sie erhalten kannst.
Warum: Ohne Ordnung verschwinden Sorten leise: Das Saatgut altert, das Etikett verblasst, und die Geschichte der Sorte wird vergessen. Brand, Hochwasser, Mäuse oder ein kaputter Kühlschrank vernichten alles Saatgut auf einmal, wenn es an einem Ort liegt.
- Eine Kopie bei Verwandten im Nachbardorf oder bei einem Vereinsmitglied ist eine Versicherung, die nichts kostet.
- Große Genbanken machen es genauso: Duplikate lagern am anderen Ende der Welt, zum Beispiel im Tresor auf Spitzbergen (Svalbard).
2. Inventar und Kennzeichen
Jede Sorte bekommt ein Kennzeichen, eine Tüte und eine Zeile im Inventar.
- Überall dasselbe Zeichen — Das Kennzeichen ist auf Tüte, Glas, Karte und im Inventar gleich.
- So ist das Kennzeichen aufgebaut — Kultur in 3 Buchstaben, Sortennummer und Erntejahr. TOM-03-27 ist die dritte Tomatensorte, Ernte 2027.
- Erneuerung ändert das Jahr — Erneuerst du eine Sorte, ändert sich nur das Jahr: TOM-03-27 wird zu TOM-03-31. Dieselbe Sorte, neue Generation.
- Was ins Inventar gehört — Kennzeichen, Kultur, Sorte, Herkunft, Erntejahr, Menge, Keimfähigkeit und Datum der Probe, Lagerort und Jahr der Erneuerung.
Warum: Das Kennzeichen verbindet Tüte, Glas, Karte und Inventar. Ist es überall gleich, weißt du immer, welche Sorte es ist und aus welcher Ernte sie stammt.
- Aktualisiere das Inventar zweimal im Jahr: im November, wenn du neues Saatgut einlagerst, und im Februar nach der Keimprobe.
- Wenn du eine Tabelle am Computer führst, druck einmal im Jahr eine Kopie aus und bewahre sie bei den Gläsern auf.
3. Die Sortenkarte · Gesperrt
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4. Erneuerungsplan · Gesperrt
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5. Gutes Saatgut für den Tausch · Gesperrt
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6. Tausch im Dorf · Gesperrt
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7. Gesetz und Risiken · Gesperrt
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