Schafe füttern, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: wie ein Schaf frisst, Kondition mit der Hand, Umtriebsweide, Blähungen, Heu und Getreide, Mineralfutter ohne Kupfer und Giftpflanzen.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Fütterung und Weidegang. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Wie ein Schaf frisst
Das Schaf ist ein Wiederkäuer: Im Pansen bauen Bakterien Gras und Heu ab.
- Rohfaser ist die Grundlage — Ohne genug Heu oder Gras bekommt das Schaf Durchfall, Blähungen oder eine Azidose. Nach dem Weiden liegt es stundenlang und käut wieder.
- Umstellung langsam — Die Pansenbakterien brauchen 10–14 Tage für neues Futter. Ein plötzlicher Wechsel auf üppigen Klee oder viel Getreide ist die häufigste Todesursache.
- Das Schaf wählt aus — Es grast tief, bis 3–4 cm, und sucht die besten Blätter und Blüten. Grobes Gras, Unkraut und Dornen lässt es stehen.
- Wie viel es frisst — Am Tag etwa 2–3 % seines Gewichts an Trockenmasse. Ein Schaf von 60 kg frisst im Winter etwa 1,5–2 kg Heu.
Warum: Gute Weide und gutes Heu sind 90 % der Schaffütterung. Kraftfutter ist nur eine Ergänzung für wenige Wochen im Jahr. Ohne genug Rohfaser arbeitet der Pansen nicht.
- Schaf und Ziege sind nicht dasselbe: Mineralfutter für Ziegen ist für Schafe giftig.
- Eine Weide, die jahrelang nur Schafe nutzen, verunkrautet: Lass ab und zu Rind oder Pferd darauf oder mäh nach.
2. Kondition mit der Hand
Die Wolle versteckt das magere wie das dicke Schaf, deshalb wird die Kondition gefühlt.
- Nicht schauen, fühlen — Durch die Wolle sieht man die Kondition nicht. Schätzen mit dem Auge statt mit der Hand ist einer der häufigsten Fehler.
- Hand auf die Lende — Fahr mit der Hand über die Lende, direkt hinter der letzten Rippe. Dort spürst du die Wirbelsäule und die Querfortsätze der Wirbel.
- Note von 1 bis 5 — Note 3 ist richtig: Wirbelsäule glatt und gerundet, Querfortsätze mit Druck zu spüren. Zum Decken ist das Ziel 3–3,5.
- Einmal im Monat — Fühl alle Schafe ab, immer in derselben Reihenfolge, und schreib die Noten auf. Magere trennst du ab und fütterst sie besser, dicke kommen auf magerere Weide.
Warum: Die Konditionsnote zeigt, ob das Schaf bekommt, was es braucht. Ein mageres Schaf mit weißer Augenschleimhaut hat meist Parasiten. Dicke Schafe mit Zwillingen vor dem Ablammen sind ebenfalls ein Fehler.
- Vor dem Ablammen ist das Ziel 3–3,5, und Schafe mit Zwillingen dürfen nicht dick sein.
- Beim Absetzen ist 2,5 normal: Ein säugendes Schaf nimmt ab.
3. Umtriebsweide · Gesperrt
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4. Blähungen und gefährliche Weiden · Gesperrt
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5. Heu und Kraftfutter · Gesperrt
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6. Salz, Mineralien und Wasser · Gesperrt
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7. Giftpflanzen · Gesperrt
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