Stecklinge und Absenker, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: aus einem gesunden Strauch Dutzende neue Pflanzen derselben Sorte — Steckhölzer und krautige Stecklinge, Absenker, Anhäufeln und Teilung von Horsten.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Stecklinge, Absenker und Teilung. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Klon und Mutterpflanze
Eine Pflanze aus einem Steckling ist ein Klon: dieselbe Pflanze wie die Mutter.
- Dieselbe Pflanze wie die Mutter — Ein Johannisbeerzweig, im Herbst in die Erde gesteckt, hat bis zum Frühjahr Wurzeln. Die neue Pflanze hat dieselbe Frucht, dieselbe Widerstandskraft und dieselbe Reifezeit.
- Krankheiten gehen mit — Viren, Rindenkrebs und einige Pilzkrankheiten gehen von der Mutter auf alle Stecklinge über. Eine befallene Mutterpflanze bedeutet zwanzig befallene Jungpflanzen.
- Gesunde Mutter markieren — Schneide Stecklinge nur von gesunden, ertragreichen Pflanzen bekannter Sorte. Markiere sie zwischen Juni und September.
- Scharfes, sauberes Werkzeug — Das Werkzeug muss scharf sein. Zwischen zwei Pflanzen reinigst du es mit Alkohol.
Warum: Bei der Vermehrung über Pflanzenteile gibt es keine Bestäubung und keine Mischung der Eigenschaften. Die neue Pflanze trägt dieselbe Frucht und dieselbe Widerstandskraft, aber auch dieselben Krankheiten. Die Wahl der Mutterpflanze ist deshalb der wichtigste Schritt.
- Apfel, Birne, Zwetschge und Kirsche bewurzeln sich zu Hause schlecht aus Stecklingen. Ihre Sorten werden veredelt (H12-04 und H17-05).
- Weitergabe und Verkauf von Stecklingen geschützter Sorten sind nicht erlaubt. Die Regeln unterscheiden sich in DE, AT und CH: prüf es bei der zuständigen Stelle.
2. Steckhölzer
Der leichteste Anfang: ein Zweig ohne Laub, in der Ruhezeit geschnitten und ins Freie gesteckt.
- Trieb in Bleistiftstärke — Wenn das Laub gefallen ist, wählst du einen vorjährigen Trieb in Bleistiftstärke. Johannisbeeren schneidest du im Oktober–November.
- Unten gerade, oben schräg — Unten direkt unter einer Knospe schneiden, oben schräg über einer Knospe. Johannisbeere und Stachelbeere 20–25 cm, Feige und Quitte 20–30 cm. Verkehrt herum gesteckt bildet es keine Wurzeln.
- Zwei Drittel in die Erde — Steck 2/3 des Steckholzes in lockere Erde, 2 Knospen bleiben darüber. Abstand 10–15 cm in der Reihe, 30–40 cm zwischen den Reihen.
- Festtreten, gießen, mulchen — Erde rundum festtreten, angießen und 5 cm Mulch auflegen. In schwerem Boden den Grabenboden mit 3–5 cm Sand bestreuen.
Warum: Ein Steckholz ist ein Stück einjähriger Trieb, nach dem Laubfall geschnitten. Es hat keine Blätter, welkt also nicht und braucht keinen Folientunnel. So vermehren sich Johannisbeere, Stachelbeere, Feige, Quitte und Weide ganz leicht.
- Frost hebt Steckhölzer gern aus dem Boden. Wenn die Erde im Februar–März auftaut, tritt jedes Steckholz wieder fest.
- Die Blätter treiben oft vor den Wurzeln aus. Trocknet der Boden im Mai aus, welkt der Steckling: Gieß ihn den ganzen ersten Sommer.
3. Krautige Stecklinge · Gesperrt
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4. Absenker · Gesperrt
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5. Horste und Schosse · Gesperrt
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6. Pflege und Etiketten · Gesperrt
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