Fische füttern und Wasser lesen, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: zuerst fütterst du das Wasser, dann die Fische — Naturnahrung, Secchi-Scheibe, Sauerstoff im Morgengrauen, Getreide nach Temperatur, Kalk, Mist und Winter.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gehört zum Modul Fütterung und Wasserqualität. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Zuerst fütterst du das Wasser
Im Karpfenteich leben die Fische nicht vom Getreide, sondern vom Wasser.
- Sonne nährt die Algen — Sonne und Nährstoffe aus Schlamm, Mist und Fischkot nähren winzige Algen. Das Wasser wird grünlich.
- Algen nähren Kleinkrebse — Algen nähren Wasserflöhe (Daphnien) und andere Kleinkrebse. Sie und die Larven sind die Hauptnahrung der Brut und ein großer Teil der Karpfennahrung.
- Schlamm am Boden — Im Schlamm leben Würmer und Larven, die Karpfen und Schleie ausgraben. Räum den Boden nicht jedes Jahr bis auf die Erde aus.
- Getreide ist Zugabe — Mit Getreide nutzen die Fische das Eiweiß aus der Naturnahrung besser. Für 1 kg Zuwachs beim Karpfen brauchst du grob 3–4 kg Getreide.
Warum: Getreide liefert Energie, das Eiweiß kommt aus der Naturnahrung. Ein Teich mit gesundem, grünlichem Wasser und reichem Boden bringt doppelt so viel Fisch wie ein Teich mit klarem, leerem Wasser, bei gleichem Getreide.
- Der Teich braucht Sonne, Schlamm und mäßig Nährstoffe. Halte ihn nicht im Schatten.
- Ein extensiver Teich ohne Zufütterung lebt nur von dieser Kette und bringt 2–4 kg Fisch auf 100 m².
2. Lies das Wasser
Farbe und Sichttiefe des Wassers sagen dir, ob Nahrung da ist und ob Sauerstoffmangel droht.
- Bau eine Secchi-Scheibe — Eine runde Scheibe mit 20 cm Durchmesser, in vier Felder geteilt, abwechselnd weiß und schwarz. In der Mitte eine Schnur mit Markierungen alle 10 cm, unter der Scheibe ein Gewicht.
- Im Schatten absenken — Lass sie gegen Mittag im Schatten ins Wasser, bis die Scheibe nicht mehr zu sehen ist. Die Tiefe an der Schnur ist die Sichttiefe.
- Lies die Zahl — Grünliches Wasser und 30–60 cm sind gesundes Plankton. Unter 25 cm sind es zu viele Algen: kein Mist, weniger Getreide, Frischwasser, nachts Belüfter.
- pH und Ammonium — pH für Karpfen 6,5–8,5, im Sommer wöchentlich, morgens und nachmittags. Ein hoher pH am Nachmittag mit Ammonium kann gefährlich sein, auch wenn der Morgenwert gut ist.
Warum: Wasser, das nährt, kann auch töten. Zu viele Algen zehren nachts Sauerstoff, und die Fische sterben im Morgengrauen. Thermometer, Secchi-Scheibe und ein Tropftest für den pH-Wert reichen für einen kleinen Teich.
- Blaugrüne Schlieren und Fäulnisgeruch sind Cyanobakterien: nicht baden, kein Vieh trinken lassen, Frischwasser einlassen.
- Für Forellenbecken und Aquaponik kommen Tests für Ammonium und Nitrit dazu, möglichst auch ein Sauerstoffmessgerät.
3. Sauerstoff im Morgengrauen · Gesperrt
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4. Wie viel füttern · Gesperrt
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5. Getreide und Pellets · Gesperrt
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6. Kalk und Mist · Gesperrt
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7. Winter und Gesundheit · Gesperrt
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