Heu, Silage und Weide, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: Gras und Silage in Heu umrechnen, Heu mit allen Sinnen beurteilen, Silage den richtigen Arten geben, ohne Blähung auf die Weide und Giftpflanzen meiden.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Heu, Silage und Weide. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Trockenmasse
Das Tier frisst, um seinen Bedarf an Trockenmasse zu decken, und das Wasser in Gras und Silage ist nur Wasser.
- Futter wiegen — Wiege Gras oder Silage in Kilogramm Frischmasse. Das ist die Ausgangszahl für die Rechnung.
- Mal Trockenmasse — Multipliziere mit der Trockenmasse: Frisches Gras hat 15–25 %, Maissilage 30–40 %. 6 kg Gras × 0,2 = 1,2 kg Trockenmasse.
- In Heu umrechnen — Heu hat 85–88 % Trockenmasse. Teile die kg Trockenmasse durch 0,86, und du hast das Heuäquivalent.
- Mit dem Bedarf vergleichen — Eine Ziege mit 60 kg braucht etwa 2 kg Trockenmasse am Tag. Frisst sie auf der Weide 6 kg Gras, fehlen ihr abends etwa 0,9 kg Heu.
Warum: Darum rechnest du am einfachsten alles in Kilogramm Trockenmasse oder in Heu um. So weißt du, wie viel Weide, Silage und Heu in dieselbe Ration gehört.
- 10 kg Gras ≈ 2 kg TM ≈ 2,3 kg Heu; 10 kg Silage ≈ 3,5 kg TM ≈ 4 kg Heu.
- Eine Kuh mit 550 kg braucht etwa 13–16 kg Trockenmasse am Tag, ein Pferd mit 500 kg 8–10 kg Heu.
2. Heuqualität
Zwei Heupartien gleichen Gewichts können sich unterscheiden wie Tag und Nacht, und du beurteilst sie mit Auge, Nase und Hand.
- Farbe — Gutes Heu ist grünlich. Braunes durch Erwärmung ist weniger wert, darum prüfst du es auf Schimmel.
- Geruch — Gutes Heu riecht angenehm und süßlich. Muffiges, saures oder modriges kommt nicht in die Raufe, sondern in die Einstreu oder auf den Kompost.
- Staub — Schüttle eine Handvoll aus. Eine weiße oder graue Wolke ist Schimmel: nicht für Pferde, Kaninchen und Milchtiere. Arbeite mit Maske.
- Blatt und Stängel — Viel Blatt und weiche Stängel bekommen Milch- und Jungtiere. Kahle, holzige Stängel sind für trockenstehende und männliche Tiere.
Warum: Früh gemähtes, blattreiches Heu hat fast doppelt so viel Eiweiß wie spätes, holziges. Schimmeliges Heu löst Listeriose, Aborte, Lungenerkrankungen und Koliken beim Pferd aus.
- Listeriose: Ziege und Schaf laufen im Kreis, halten den Kopf schief, können nicht schlucken. Sofort den Tierarzt rufen.
- Eine Heuanalyse einmal im Jahr lohnt sich ab 5 Kühen oder 20 Ziegen und Schafen; in Deutschland bei der LUFA, in Österreich und der Schweiz nennt dir die Landwirtschaftskammer bzw. die kantonale Beratung ein Labor.
3. Silage in der Ration · Gesperrt
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4. Weide in der Ration · Gesperrt
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5. Giftpflanzen · Gesperrt
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6. Winterration und Raufe · Gesperrt
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