Interaktive Lektion

Die Wiese, Schritt für Schritt

Interaktive Lektion: Lies deine Wiese an ihren Pflanzen, kalke und dünge sie, schlepp sie im Frühjahr ab, säe kahle Stellen nach und bekämpf die Herbstzeitlose ohne Chemie.

Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Wiese. Schon gekauft? Freischalten

Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.

Die ganze Lektion als Text

1. Lies deine Wiese

Die Pflanzen der Wiese zeigen, was ihr fehlt, noch vor jedem Dünger und Saatgut.

  1. Quadrat 1 × 1 m — Geh im Mai über die Wiese, wenn alles im Wachstum ist. Steck an verschiedenen Stellen ein paar Quadrate von 1 × 1 m ab und notier, was dort wächst.
  2. Drei Pflanzengruppen — Eine gesunde Wiese hat 50–70 % gute Gräser, 15–30 % Klee und andere Leguminosen und bis 20 % übrige Kräuter.
  3. Sauer und vernachlässigt — Moos und Kleiner Sauerampfer zeigen sauren, armen Boden. Adlerfarn wächst, wo selten gemäht wird, und Brombeeren kommen vom Rand, der nicht bis zum Ende gemäht wird.
  4. Zu viel Gülle, zu viel Wasser — Ampfer und Brennnessel zeigen zu viel Stickstoff, Löwenzahn in Massen viel Gülle. Binsen, Seggen und Schachtelhalm zeigen nassen Boden ohne Luft.

Warum: Eine Wiese mit vielen guten Gräsern und Klee gibt mehr und besseres Heu. Gräser liefern die Masse, Klee das Eiweiß, die übrigen Kräuter Mineralstoffe und Geschmack.

  • Gebüsch und Gehölze am Wiesenrand rodest du in Deutschland nur von Oktober bis Februar. Alte, verbuschte Wiesen können geschützte Biotope sein: Frag vor großen Eingriffen bei der Naturschutzbehörde nach.
  • Wenn dir das Erkennen der Gräser schwerfällt, reicht eine grobe Schätzung: Gräser, Klee, Sonstiges.

2. Boden und Kalk

Eine Wiese braucht nicht so viel Nahrung wie ein Garten, aber den richtigen pH-Wert.

  1. Bodenanalyse — Lass den Boden alle 4–5 Jahre untersuchen. Die Probe kommt aus den oberen 10 cm, von 15–20 Stellen je Fläche.
  2. Ziel pH 6,0 — Für die Wiese ist das Ziel pH 6,0. Luzerne will mehr, 6,5–7,5.
  3. Kalk in kleineren Gaben — Höchstens 150–250 g/m² kohlensauren Kalk auf einmal, im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr. Bei Bedarf nach 2–3 Jahren wiederholen.
  4. Vieh wartet auf Regen — Kein Weidegang, bis der Regen den Kalk vom Gras gewaschen hat, etwa 2–3 Wochen.

Warum: Auf saurem Boden verschwinden zuerst die Kleearten und mit ihnen das Eiweiß im Heu. Kalk bleibt an der Oberfläche, deshalb gibst du ihn in kleineren Gaben.

  • Ohne Analyse kalkst du nicht aus Gewohnheit: Kalkböden (Schwäbische Alb, Jura, Kalkalpen) brauchen keinen Kalk.
  • Branntkalk und Löschkalk gehören nicht auf die Weide.

3. Düngung · Gesperrt

Wenn du das Modul Wiese kaufst, bekommst du das PDF zum Herunterladen und Ausdrucken und dauerhaften Zugang zu dieser interaktiven Lektion: alle 7 Kapitel, 28 Schritte.

4. Frühjahrspflege · Gesperrt

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5. Mähen und Erneuerung · Gesperrt

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6. Nachsaat · Gesperrt

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7. Herbstzeitlose · Gesperrt

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