Mulch, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: Stroh, Heu, Laub und Karton — welcher Mulch zu welcher Kultur, wann du mulchst, ein Beet ohne Umgraben und wie du Probleme löst.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Mulch. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Was Mulch bewirkt
Im Wald hackt und gießt niemand, und doch ist der Boden locker, feucht und voller Leben.
- Der Wald ist nie nackt — Mulch ist eine Schicht organisches Material auf der Bodenoberfläche. Für die meisten Kulturen reichen 5–10 cm.
- Weniger Wasser — Sonne und Wind trocknen die Oberfläche nicht aus, darum braucht ein gemulchtes Beet im Sommer etwa halb so viel Wasser. Nackter Boden verkrustet und erodiert.
- Weniger Unkraut, weniger Hitze — Unkrautsamen bekommen kein Licht. Der Boden ist im Sommer kühler und friert im Winter weniger, und in der Sonne beträgt der Unterschied an der Oberfläche bis zu 10 °C.
- Nahrung und saubere Früchte — Regenwürmer ziehen den Mulch in den Boden, und der Humus wächst über Jahre. Tomaten, Kürbisse und Erdbeeren liegen nicht im Matsch und faulen weniger.
Warum: Das Geheimnis ist die Laubdecke, die jeden Herbst fällt und langsam verrottet. Mulch ist dasselbe Prinzip im Garten: eine Schicht organisches Material an der Oberfläche, die Wasser hält, Unkraut unterdrückt und die Regenwürmer von oben füttert.
- Auf sandigem Boden und in trockenen Gegenden ist Mulch die größte Wasserersparnis, die du mit einem Tag Arbeit erreichen kannst.
- Mit Tropfbewässerung unter dem Mulch geht das Wasser genau an die Wurzel, und nichts verdunstet.
2. Materialien: was wohin
Jedes Material hat seine eigene Schichtdicke, Haltbarkeit und seinen Platz im Garten.
- Stroh und Heu — Stroh kommt 10–15 cm hoch drauf, setzt sich auf 5–8 cm und hält eine Saison. Heu bringt Gras- und Unkrautsamen mit: Am besten ist altes, vom Regen ausgewaschenes Heu.
- Rasenschnitt und Laub — Rasenschnitt kommt angewelkt drauf, 2–3 cm, und bringt Stickstoff. Laub häckselst du, denn ganze Blätter verkleben; Walnusslaub gehört nicht aufs Gemüse.
- Häcksel und Karton — Holzhäcksel hält 2–3 Jahre und ist am besten für Obstbäume, Beeren und Wege. Karton ohne Farbe und Klebeband wässerst du und deckst ihn immer mit anderem Mulch ab.
- Obendrauf, nicht einarbeiten — Häcksel, Rinde, Sägemehl und Stroh sind als Mulch auf der Oberfläche sicher. In den Boden eingemischt binden sie Stickstoff, und das Gemüse wird für einige Wochen gelb.
Warum: Die Mikroorganismen, die Stroh, Sägemehl und Häcksel abbauen, brauchen Stickstoff. An der Oberfläche nehmen sie ihn nur aus der dünnen Kontaktschicht zum Boden, in den Boden eingemischt aus dem ganzen Wurzelraum.
- Stroh und Heu von Feldern, die mit Herbiziden (Aminopyralid, Clopyralid, Picloram) gespritzt wurden, verkrüppeln Tomaten, Kartoffeln, Bohnen und Erbsen. Frag nach der Herkunft und mach den Bohnentest.
- Kompost in einer Schicht von 2–3 cm nährt, unterdrückt Unkraut aber schlecht. Sägemehl nur von unbehandeltem Holz.
3. Wann und wie viel · Gesperrt
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4. Beet ohne Umgraben · Gesperrt
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5. Obstbäume, Beeren und Wege · Gesperrt
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6. Probleme und Lösungen · Gesperrt
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