Interaktive Lektion

Bienen überwintern, Schritt für Schritt

Interaktive Lektion: was ein Volk für den Winter braucht, die Beute wiegen, Sirup 3:2, Futterteig, die Beute vorbereiten und der gefährliche März.

Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (9 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Überwinterung und Fütterung. Schon gekauft? Freischalten

Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.

Die ganze Lektion als Text

1. Was ein Volk braucht

Bienen schlafen im Winter nicht: Sie sitzen in der Traube und heizen, und dafür verbrauchen sie Honig.

  1. Die Traube heizt — Die Bienen zittern mit der Flugmuskulatur und halten in der Mitte der Traube 20–35 °C, auch wenn es draußen minus zwanzig Grad hat. Dafür verbrauchen sie Honig.
  2. Winterbienen — Sie entstehen im August und September und leben 5–6 Monate. Darum gehört die Varroabehandlung im Sommer zur Überwinterung.
  3. Junge, gute Königin — Ein Volk mit einer Königin, die älter als zwei Jahre ist, oder mit schwacher Brut im August überwintert schlechter.
  4. Volksstärke — In einer Zander- oder Langstroth-Beute sollte das Volk im Oktober mindestens 6–8 Wabengassen besetzen. Ein schwächeres Volk vereinigst du im August oder September mit einem anderen.

Warum: Ein Volk mit genug gesunden jungen Bienen, einer guten Königin und 15–20 kg Futter am richtigen Platz übersteht auch einen kalten Winter. Die meisten Winterverluste haben mit dem Winter wenig zu tun: Schuld sind die Varroa aus dem August, Hunger im März, Nässe und ein schwaches Volk.

  • Die Varroabehandlung im Sommer gehört zur Überwinterung (H29-05).
  • Zwei schwache Völker verbrauchen mehr Futter und gehen meist beide ein. Vereinige sie im August oder September.

2. Wie viel Futter

Die Vorräte müssen bis zur ersten richtigen Tracht reichen, nicht nur bis zum Ende des Winters.

  1. Vorrat nach Lage — Mittlere Lagen: 15–20 kg. Bergland über 800 m und Alpen: 20–25 kg. Milde Lagen (Oberrhein, Wiener Becken, Tessin): 12–18 kg.
  2. Schätzung nach Waben — Eine volle, verdeckelte Zander- oder Langstrothwabe hat etwa 2–2,5 kg Honig, eine Wabe im Deutsch Normalmaß etwa 2 kg, eine Dadant-Brutwabe 3–3,5 kg. Zwei halbvolle sind eine volle.
  3. Hakenwaage — Eine Feder- oder Kofferwaage mit Haken bis 50 kg genügt. Häng sie unten an der Rückseite der Beute ein, heb langsam 1–2 cm an und lies das Gewicht ab.
  4. Hinten und vorn — Dasselbe machst du an der Vorderseite. Die Summe beider Werte ist das Gewicht der Beute.
  5. Leere Beute abziehen — Futter = Gesamtgewicht − leere Beute − Bienen (im Herbst etwa 1,5–2,5 kg). Die leere Beute wiegst du einmal und schreibst das Gewicht auf die Stockkarte.

Warum: Von Oktober bis Februar verbraucht ein Volk etwa 1–1,5 kg im Monat. Am meisten zehrt es von Februar bis April, wenn es Brut füttert. Das Futter schätzt du nach Waben; genauer ist das Wiegen.

  • Wieg alle Beuten am selben Tag und schreib es auf. Im März wiegst du sie noch einmal: Die Differenz ist der Verbrauch.
  • Die Traube bewegt sich im Winter nur nach oben und langsam, darum muss das Futter über und neben der Traube sein.

3. Sirup 3:2 · Gesperrt

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4. Futterteig · Gesperrt

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5. Vorbereitung und Winter · Gesperrt

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6. Der gefährliche März · Gesperrt

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