Fruchtbarkeitsplan, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: Bilanz für Stickstoff, Phosphor und Kalium im Beet und auf dem ganzen Hof — Bodenanalyse, Bedarf der Kulturen, verfügbarer Stickstoff, Nachdüngung, Humus und Zonen.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Fruchtbarkeitsplan. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Was eine Bilanz ist
Eine Nährstoffbilanz ist wie ein Haushaltsbuch: Du rechnest zusammen, was der Boden bekommt und was ihm genommen wird.
- Zufuhr und Abfuhr — Zufuhr sind Kompost, Mist, Gründüngung, Urin, Asche und Mulch. Abfuhr sind Gemüse, Obst, Heu und Getreide, die du wegträgst.
- Wenn es nicht passt — Ist die Zufuhr kleiner als die Abfuhr, verarmt der Boden. Ist sie viel größer, geht der Überschuss ins Wasser: Nitrat aus dem Stickstoff in den Brunnen.
- Drei Nährstoffe — Stickstoffmangel: blasse, gelbe untere Blätter. Phosphor: violette Blätter und langsames Wachstum. Kalium: braune Ränder an alten Blättern und kleine Früchte.
- Feld und Hoftor — Die Feldbilanz fragt, was jedes Beet in diesem Jahr braucht. Die Hoftorbilanz fragt, was von außen auf den Hof kommt und was ihn verlässt.
Warum: Auf einem Beet wird das Gemüse vor Hunger gelb, auf einem anderen ist zu viel Phosphor, und Stickstoff sickert in den Brunnen. Beide Probleme haben dieselbe Ursache: Niemand hat Zufuhr und Abfuhr zusammengerechnet.
- Die Bilanz hat drei Fragen: Wie viel braucht die Kultur, wie viel liefern Boden und Dünger, was fehlt oder ist zu viel.
- Die Feldbilanz sagt dir, was du im Frühjahr tust, die Hoftorbilanz, ob der Hof langfristig verarmt oder die Umwelt belastet.
2. Bodenanalyse
Ohne Bodenanalyse ist die Bilanz bei Phosphor, Kalium und Säure nur Raterei.
- Immer gleich — Nimm die Probe an derselben Stelle, zur selben Jahreszeit, am besten im Herbst vor Mist und Kalk, und schick sie ins selbe Labor. Eine Analyse alle 3–5 Jahre.
- Zuerst der pH — Für den Gemüsegarten ist pH 6,0–7,5 gut. Unter 6 zuerst Kalk oder Asche, über 7,5 ist der Boden kalkhaltig, also keine Asche und kein Kalk.
- Humus — Gut sind 3–5 % Humus und mehr. Unter 2 % brauchst du einige Jahre mehr Kompost und Gründüngung.
- Klassen für P und K — Die Klassen reichen von sehr niedrig bis sehr hoch. Niedrigen Phosphor verbessern Kompost und Mist, bei sehr hohem gibt es keinen Mist und weniger Kompost. Trag die Ergebnisse über die Jahre ein.
Warum: In Deutschland und Österreich messen die Labore Phosphor und Kalium meist nach der CAL-Methode in mg je 100 g Boden und geben die Gehaltsklasse A bis E dazu, in der Schweiz gelten andere Methoden. Die Grenzen hängen von Methode und Labor ab, darum zählt die Klasse aus deinem Befund.
- Verlang zum Befund auch eine Düngeempfehlung für den Gemüsegarten, nicht für einen Weizenacker.
- Wie du eine Probe ziehst und wohin du sie schickst, steht im Modul H02-01 Bodenanalyse: Hausmittel-Tests und Labor.
3. Bedarf und Angebot · Gesperrt
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4. Beispiel: 10 m² Kohl · Gesperrt
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5. Phosphor, Kalium und Humus · Gesperrt
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6. Hof und Zonen · Gesperrt
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