Fruchtfolge, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: warum sich der Boden merkt, was gewachsen ist, Gemüsefamilien, Stark- und Schwachzehrer, der Plan mit vier Feldern, Gründüngung und gute Nachbarn.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (9 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Fruchtfolge und Mischkultur. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Der Boden merkt sich alles
Krankheiten und Schädlinge einer Pflanzenfamilie leben im Boden und warten.
- Jahrelang dieselbe Stelle — Tomaten an derselben Stelle bringen die ersten zwei Jahre eine tolle Ernte. Im dritten Jahr fangen die Pflanzen mitten im Sommer an zu welken.
- Krankheiten und Schädlinge im Boden — Fusarium, Verticillium, Nematoden und Drahtwürmer reichern sich Jahr für Jahr im Boden an. Ohne Wirt nimmt ihre Zahl ab.
- Flache und tiefe Wurzeln — Dieselbe Pflanze nimmt dieselben Nährstoffe aus derselben Tiefe. Wechseln sich flache und tiefe Wurzeln ab, wird der Boden weniger erschöpft.
- 3–4 Jahre Pause — Eine Pflanze derselben Familie kommt mindestens 3, besser 4 Jahre nicht an dieselbe Stelle. Ist einmal Kohlhernie aufgetreten, beträgt die Pause 7 Jahre und mehr.
Warum: Jedes Jahr dieselbe Kultur an derselben Stelle heißt, dass du ihnen jedes Jahr den Tisch deckst. Die Fruchtfolge ist der älteste und billigste Schutz für den Garten: Sie kostet nichts außer Bleistift und Papier.
- Die Fruchtfolge heilt keine Krankheit, die sich schon ausgebreitet hat. Kohlhernie und die Mehlkrankheit der Zwiebel können über 10 Jahre im Boden bleiben.
- Trag keine Erde aus dem befallenen Teil des Gartens an Werkzeug und Schuhen weiter.
2. Gemüsefamilien
Die Fruchtfolge richtet sich nicht nach Kulturen, sondern nach Familien.
- Nach Familien ordnen — Bevor du planst, ordne dein Gemüse nach Familien, nicht nach dem Namen der Kultur.
- Nachtschattengewächse — Tomaten, Paprika, Aubergine und Kartoffeln sind eine Familie. Sie teilen dieselbe Kraut- und Braunfäule und dieselben Welkekrankheiten.
- Kreuzblütler — Weißkohl, Wirsing, Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, aber auch Radieschen, Rettich und Rucola. Sie alle befällt die Kohlhernie.
- Kürbisgewächse und Hülsenfrüchtler — Gurke, Zucchini und Kürbis teilen Mehltau und Viren. Grüne Bohnen, Trockenbohnen, Erbsen und Ackerbohnen binden Stickstoff aus der Luft.
- Doldenblütler und Lauchgewächse — Möhren, Petersilie und Sellerie haben die Möhrenfliege. Zwiebeln, Knoblauch und Lauch haben die Zwiebelfliege und die Mehlkrankheit.
Warum: Verwandte Pflanzen teilen dieselben Krankheiten und Schädlinge. Viele Fehler entstehen, weil man nicht weiß, dass Kartoffel und Paprika verwandt sind oder dass das Radieschen ein Kreuzblütler ist.
- Auch Senf zur Gründüngung ist ein Kreuzblütler.
- Fuchsschwanzgewächse (Rote Bete, Mangold, Spinat) und Korbblütler (Salat, Radicchio) machen in der Fruchtfolge wenig Probleme.
3. Wer wie viel braucht · Gesperrt
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4. Der Plan mit vier Feldern · Gesperrt
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5. Gründüngung und Notizen · Gesperrt
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6. Pflanzennachbarn · Gesperrt
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