Interaktive Lektion

Ernte und Drusch, Schritt für Schritt

Interaktive Lektion: von der reifen Ähre, Sichel und Sense über Puppen und Dreschflegel bis zum Worfeln, zum sauberen Korn im Sack und zum Stroh unter Dach.

Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Ernte, Dreschen und Reinigen des Korns. Schon gekauft? Freischalten

Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.

Die ganze Lektion als Text

1. Wann ernten

Getreide wächst neun Monate, und dann muss es in wenigen Tagen vom Acker.

  1. Den Acker abgehen — Geh ab Ende Juni jeden Tag zum Acker. Reiß an drei Stellen je eine Ähre ab, reib sie zwischen den Handflächen aus und schau dir das Korn an.
  2. Gelbreife — Für Sichel und Sense biegt sich das Korn wie Wachs unter dem Fingernagel, bei 25–35 % Feuchte. Fang an, wenn es auf dem ganzen Acker so ist, nicht nur am sonnigen Rand.
  3. Vollreife für den Mähdrescher — Der Mähdrescher braucht hartes Korn mit 14–16 % Feuchte. Er kommt selten auf weniger als 3.000–5.000 m², also sprich das vor der Aussaat ab.
  4. Morgens, bei trockenem Wetter — Ernte an einem trockenen Tag. Morgens, solange Tau liegt, fallen unter Sichel und Sense weniger Körner aus; der Mähdrescher fährt los, wenn der Tau abgetrocknet ist.

Warum: Schneidest du zu früh, schrumpft das Korn. Wartest du zu lange, fallen die Körner aus, die Spatzen fressen mit und ein Unwetter legt den Rest um. Darum braucht die Ernte einen Plan: womit du schneidest, wer hilft, wo getrocknet und wo gedroschen wird.

  • Bei größerem Acker fang einen, zwei Tage früher an, denn die Ernte dauert mehrere Tage.
  • Nach Regen nicht schneiden, bis Ähren und Stroh trocken sind.

2. Sichel und Sense

Die Sichel ist das langsamste Werkzeug, aber das sicherste für kleine Äcker, Hänge und Lagergetreide.

  1. Handvoll und Schnitt — Die linke Hand im dicken Lederhandschuh greift eine Handvoll unterhalb der Ähren. Die Sichel setzt du tief an und ziehst sie zu dir, 10–20 cm über dem Boden.
  2. Garbe und Strohseil — Leg die Handvoll zu einer Garbe zusammen und binde sie mit einem Strohseil unterhalb der Ähren. Eine Garbe ist 20–30 cm dick und wiegt 4–8 kg.
  3. Sense mit Gestellreff — Mäh gegen das stehende Getreide, sodass sich der Schwad an die stehenden Halme lehnt. So vermischen sich die Ähren nicht, und das Binden geht leichter.
  4. Helfer und Wetzstein — Hinter dem Mäher geht ein Helfer, der die Garben bindet. Wetz die Sense alle 10–15 Minuten: Im Getreide wird sie schneller stumpf als im Gras.

Warum: Eine Person schneidet mit der Sichel etwa 1.000–1.500 m² am Tag, mit der Sense mit Gestellreff 3.000–5.000 m². Das Gestellreff hält die Halme aufrecht und legt sie in einen ordentlichen Schwad, die Ähren zur selben Seite.

  • Die Sichel schneidet zu dir hin: Halte sie scharf und prüf deinen Tetanusschutz (Auffrischung alle 10 Jahre).
  • Im Umkreis von 3 m um den Mäher steht niemand, vor allem keine Kinder. In der Sommerhitze erntest du vom Morgengrauen bis 11 Uhr und nach 17 Uhr, mit Wasser jede halbe Stunde.

3. Puppen · Gesperrt

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4. Dreschen und Sicherheit · Gesperrt

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5. Worfeln und Reinigen · Gesperrt

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6. Stroh und Stoppeln · Gesperrt

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