Interaktive Lektion

Aussaat nach Zonen, Schritt für Schritt

Interaktive Lektion: wann du in mittleren Lagen, im Bergland und in milden Lagen säst und pflanzt — letzter Frost, Bodentemperatur, kältetolerante und wärmeliebende Kulturen.

Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Aussaat nach Zonen. Schon gekauft? Freischalten

Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.

Die ganze Lektion als Text

1. Drei Zonen und deine Gegend

Dasselbe Datum gilt nicht in Freiburg und auf der Schwäbischen Alb: Alles wird vom letzten Frühjahrsfrost aus gezählt.

  1. Drei Zonen — Milde Lagen haben den letzten Frost um den 10. April, mittlere Lagen um den 1. Mai und das Bergland über ~800 m um den 1. Juni.
  2. Mittelwert ist keine Sicherheit — In etwa der Hälfte der Jahre kommt nach dem mittleren Datum kein Frost mehr. Deshalb pflanzt du empfindliche Kulturen 2–3 Wochen danach, nicht am Tag selbst. Genau dafür stehen die Eisheiligen.
  3. Deine Gegend ist nicht der Durchschnitt — Talgrund und Becken sind Frostsenken, der Südhang darüber ist bis zu 2 Wochen früher. Ein Stadtgarten an der Mauer ist wärmer als ein offenes Feld.
  4. Fragen, messen, aufschreiben — Frag ältere Nachbarn, wann sie Tomaten pflanzen. Häng ein Min-Max-Thermometer in den Garten und trag Frosttage ein. Die Alten pflanzten Tomaten nach den Eisheiligen oder wenn die Walnuss austreibt.

Warum: Kalender auf Samentüten nennen ein Datum für das ganze Land, also sät die Hälfte zu früh und die andere Hälfte zu spät. Zu früh gesäte Bohnen faulen in kalter Erde. Zu spät gesäte Möhren werden vor dem Frost nicht fertig.

  • Die Daten der Zonen sind Mittelwerte. Jedes Jahr kann der Frost 2–3 Wochen früher oder später kommen.
  • Der Wetterdienst hat Daten für die nächste Station: Deutscher Wetterdienst (DWD), GeoSphere Austria, MeteoSchweiz.

2. Frost und Bodentemperatur

Der Termin steht in Wochen ab dem letzten Frost, und der Boden entscheidet, ob der Samen bereit ist.

  1. In Wochen zählen — Von deinem Datum des letzten Frosts ziehst du Wochen ab oder zählst sie dazu. Beispiel: 1.5. − 8 Wochen = 6.3., der Termin für die Tomatenanzucht.
  2. Boden morgens messen — Mit einem Einstechthermometer in Saattiefe, 5–10 cm, mehrere Tage hintereinander. Das Datum ist nur die erste Prüfung.
  3. Schwelle je Kultur — Erbsen, Ackerbohnen, Spinat und Salat keimen ab 5 °C. Bohnen und Zuckermais brauchen 10–12 °C. Bohnen faulen in kalter, nasser Erde.
  4. Boden früher erwärmen — Schwarze oder durchsichtige Folie 7–10 Tage über dem feuchten Beet, ein Niedertunnel oder ein erhöhtes Beet erwärmen den Boden 1–2 Wochen früher.

Warum: „− 6“ heißt sechs Wochen vor dem letzten Frost, „+ 2“ zwei Wochen danach. Dieselbe Zahl gilt in jeder Zone. In einem kalten Frühjahr hinkt der Boden zwei Wochen hinterher.

  • Ein alter Test ohne Thermometer: Setz dich mit bloßer Hand aufs Beet. Ist es dir nach einer Minute unangenehm kalt, ist es auch den Bohnen zu kalt.
  • Gurken, Zucchini, Paprika und Auberginen brauchen 15 °C, Wasser- und Zuckermelonen 18 °C.

3. Kältetolerante und wärmeliebende Kulturen · Gesperrt

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4. Direktsaat · Gesperrt

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5. Vereinzeln und Folgesaaten · Gesperrt

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6. Bergland und milde Lagen · Gesperrt

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