Seife aus Schmalz und Talg, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: von Schweineschmalz und Talg zur festen, milden Seife: Lauge ohne Verätzungen, Berechnung, Kaltverfahren, Reifen und Waschseife.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Seife aus Schmalz und Talg. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Wie Seife entsteht
Fett und Lauge verbinden sich zu Seife und Glycerin. Darum gibt es hier kein „ungefähr“.
- Sauberes Fett — Schmalz und Talg müssen geklärt sein, ohne Salz und Fleischreste. Ungeklärtes Fett ergibt Seife, die riecht und ranzig wird.
- Ätznatron — Für feste Stückseife kaufst du reines Ätznatron (99 % NaOH) als Perlen oder Schuppen, mit Inhaltsangabe.
- Weiches Wasser — Destilliertes Wasser, Regenwasser oder abgekochtes und abgekühltes Wasser. Hartes Brunnen- oder Leitungswasser ergibt trübe Seife und weißen Belag.
- 5 % Überfettung — Du nimmst 5 % weniger Lauge, als nötig wäre, um das ganze Fett zu verseifen. Aus 1 kg Fett bekommst du etwa 10–12 Stück zu 100–120 g.
Warum: Die Lauge löst die Fettsäuren vom Glycerin und macht mit ihnen Seife. Das Glycerin bleibt in der Seife und macht sie mild zur Haut.
- Keinen Abflussreiniger verwenden: Er enthält oft Aluminiumspäne, Farbstoffe und andere Zusätze.
- Zum Verkauf ist Seife ein kosmetisches Mittel mit eigenen Vorschriften. Erkundige dich bei der zuständigen Behörde in deinem Land.
2. Sicher mit Lauge
NaOH verätzt Haut und Augen. Fünf Regeln hältst du jedes Mal ein.
- Brille und Handschuhe — Dicht am Gesicht anliegende Schutzbrille, Gummi- oder Nitrilhandschuhe, lange Ärmel, geschlossene Schuhe und eine Schürze.
- Lauge ins Wasser — Immer die Lauge ins Wasser, nie Wasser auf die Lauge: Wasser auf trockener Lauge kocht sofort auf und schleudert sie ins Gesicht. „Erst das Wasser, dann die Lauge, sonst geschieht das Ungeheure.“
- Luft und Wasser — Lös die Lauge draußen oder am offenen Fenster und atme den Dampf in den ersten 1–2 Minuten nicht ein. Sauberes Wasser zum Ausspülen steht auf dem Tisch.
- Kein Aluminium — Gefäße nur aus Edelstahl oder hartem Kunststoff PP (5) oder HDPE (2). Lauge greift Aluminium an und setzt brennbaren Wasserstoff frei. Kinder und Tiere aus dem Raum.
Warum: Im Auge kann Lauge die Hornhaut in wenigen Sekunden dauerhaft schädigen. Beim Lösen erhitzt sich das Wasser auf 80–90 °C und es steigt scharfer Dampf auf.
- Lauge im Auge: mindestens 15–20 Minuten mit lauwarmem fließendem Wasser spülen, Lider offen, dann sofort zum Augenarzt. Keinen Essig.
- NaOH in der Originalverpackung aufbewahren, verschlossen, weit weg von Lebensmitteln, beschriftet mit LAUGE, NaOH, NICHT ANFASSEN.
3. Rezept berechnen · Gesperrt
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4. Kaltverfahren · Gesperrt
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5. Schneiden und Reifen · Gesperrt
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6. Zusätze und Waschseife · Gesperrt
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