Interaktive Lektion

Ackerplanung, Schritt für Schritt

Interaktive Lektion: von der Zahl der Menschen und Tiere zu Kilo Korn und Kartoffeln, Fläche, Arbeit, Lage des Ackers, vier Schlägen der Fruchtfolge und Saatgut fürs erste Jahr.

Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Ackerplanung. Schon gekauft? Freischalten

Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.

Die ganze Lektion als Text

1. Erst das Haus, dann der Acker

Der Ackerplan beginnt damit, die Esser zu zählen.

  1. Zählen, wer isst — Rechne die Familie in Erwachsenenäquivalente um: Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren 1,0, Kinder von 7–14 Jahren 0,7, Kinder bis 6 Jahre 0,4. Zwei Erwachsene und Kinder mit 10 und 4 Jahren ergeben 3,1.
  2. Brot — Ein Erwachsener isst im Jahr etwa 100 kg Brotgetreide, rund 80 kg Mehl. Das sind etwa 1,5–2 kg Brot pro Woche.
  3. Mais und Bohnen — Für Polenta, Maisbrot und Maisbrei rund 25 kg Mais pro Person. Bohnen und andere Hülsenfrüchte etwa 6 kg trockenes Korn.
  4. Kartoffeln und Messen — Kartoffeln rund 80 kg pro Person, davon 50–60 kg Wintervorrat. Wenn du deinen Verbrauch nicht kennst, miss einen Monat lang, wie viel Mehl, Brot und Kartoffeln ins Haus kommen, und nimm das mal 12.

Warum: Die Alten fragten nicht, wie viel Land du hast, sondern wie viele Mäuler am Tisch und im Stall. Auf kleiner Fläche lohnen sich Getreide und Kartoffeln sehr wohl, aber nur, wenn du weißt, wie viel du brauchst.

  • Aus 100 kg Weizen bekommst du etwa 90–95 kg Vollkornmehl oder 70–75 kg Weißmehl. Für helles Mehl rechnest du 20–25 % mehr Korn.
  • Die Zahlen sind Richtwerte und hängen von den Gewohnheiten im Haus ab: Wer sein Brot selbst backt und Polenta isst, braucht mehr Korn.

2. Tiere fressen mehr als das Haus

Vor der Aussaat entscheidest du, wie viel Korn an die Tiere geht.

  1. Hühner — Eine Legehenne frisst im Jahr etwa 34 kg Korn. Zehn Hennen brauchen 340 kg, fast so viel wie das Brot für die Familie.
  2. Schwein und Ziege — Ein Mastschwein bis etwa 120 kg braucht rund 250 kg Korn, dazu Eiweiß. Eine Milchziege 80–110 kg, neben Heu.
  3. Brot zuerst — Säe den Brotweizen auf den besten Acker, sauber und trocken. Gerste, Hafer, Roggen oder Mais fürs Vieh dürfen auf den schwächeren Acker.
  4. Reserve — Teil das Tierkorn nach deinen Möglichkeiten auf Mais und Getreide auf. Für Reserve und Lagerverluste rechnest du 10–15 % dazu.

Warum: Das Brot für eine vierköpfige Familie wächst auf 1.000 m², aber Hühner, Schweine und Ziegen verlangen leicht das Doppelte oder Dreifache. Hier scheitern die meisten Pläne.

  • Die Zahlen für Tiere sind grob und dienen nur der Ackerplanung. Genaue Rationen, Eiweiß und Mineralstoffe stehen in den Modulen zur Tierfütterung.
  • Hühner und Schweine vertragen gut Korn, das halb aus Mais und halb aus Getreide besteht (Gerste, Hafer, Roggen, Weizen).

3. Ertrag: was ein m² bringt · Gesperrt

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4. Wie viel du bearbeiten kannst · Gesperrt

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5. Wo: welcher Acker wofür · Gesperrt

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6. Fruchtfolge: vier Schläge · Gesperrt

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7. Saatgut und das erste Jahr · Gesperrt

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