Obstgartenplan, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: wie viele Bäume deine Familie braucht, wo du sie pflanzt, welche Arten, Sorten und Unterlagen, Befruchter und ein Plan auf Papier, bevor du den ersten Baum kaufst.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Obstgartenplan. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Wie viele Bäume
Der Plan beginnt mit der Frage, wie viel Obst deine Familie isst und verarbeitet.
- 75 kg je Person — Ein Erwachsener isst und verarbeitet rund 75 kg Obst im Jahr. Ein Kind von 7 bis 14 Jahren zählt als 0,7 und ein Kind bis 6 Jahre als 0,4 Erwachsene.
- Bäume und Beeren — Etwa 70 % dieses Obstes liefern Bäume, 30 % Beerenobst. In mittleren Lagen sind das rund 1,6 Bäume je Erwachsenem.
- Familie mit vier Personen — Zwei Erwachsene und zwei Kinder brauchen rund 163 kg Baumobst: 2 Äpfel, 2 Zwetschgen, eine Birne, eine Süßkirsche und einen Pfirsich. Das sind 7 Bäume auf 167 m².
- Pflanz etwas mehr — Wegen der Befruchter pflanzen Familien meist 9–12 Bäume. Wenn du dir beim Standort nicht sicher bist, setz im ersten Herbst die Hälfte des Plans und die zweite Hälfte im Jahr darauf.
Warum: Einen Gemüsegarten kannst du jedes Jahr umgestalten, einen Obstgarten nicht. Ein Apfelbaum auf starkwüchsiger Unterlage trägt 50 Jahre und länger. Deshalb zeichnest du den Obstgarten erst auf Papier und gräbst erst dann das Pflanzloch.
- Wenn du viel dörrst, brennst oder verkaufst, plan größer.
- Der Ertrag schwankt stark: Ein Baum gibt in einem Jahr 80 kg und im nächsten 10 kg. Pflanz deshalb etwas mehr, als du brauchst.
2. Standort
Der Standort ist wichtiger als die Sorte: Ein Obstbaum am falschen Platz trägt auch bei bester Pflege nicht.
- Sonne 6–8 Stunden — Ein Obstbaum braucht mindestens 6–8 Stunden Sonne am Tag. Pfirsich, Aprikose und Süßkirsche brauchen volle Sonne, Apfel, Birne und Zwetschge vertragen etwas Schatten.
- Nicht ins Frostloch — Pflanz Obstbäume an den mittleren Hang, nicht in den Talgrund. Dort bleibt die kalte Luft stehen, und der Spätfrost zerstört die Blüte.
- Nicht auf nassen Boden — Steht Wasser in einem 60 cm tiefen Loch noch einen Tag nach dem Regen, erstickt die Wurzel. Zwetschge und Birne vertragen mehr Nässe, Pfirsich und Süßkirsche am wenigsten.
- Windschutz und Hausnähe — Eine Hecke oder Baumreihe auf der Windseite schützt Blüten und Bienen. Einen Baum, den du vom Fenster aus siehst, schützt du besser vor Vögeln, Rehen und Dieben.
Warum: Spätfrost im Frühjahr ist der größte Feind des Obstgartens in Mitteleuropa. Offene Blüten erfrieren schon bei etwa −2 °C, junge Früchte noch früher. Kalte Luft fließt den Hang hinab und bleibt im Talgrund stehen.
- Pflanz keinen Obstbaum dorthin, wo gerade dieselbe Art entfernt wurde, besonders nicht Apfel nach Apfel: Junge Bäume wachsen dort langsam (Bodenmüdigkeit).
- Ein junger Baum braucht in den ersten zwei bis drei Jahren bei Trockenheit etwa 20–40 Liter Wasser pro Woche.
3. Arten und alte Sorten · Gesperrt
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4. Unterlage · Gesperrt
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5. Bestäubung · Gesperrt
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6. Plan auf Papier · Gesperrt
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7. Bäume kaufen · Gesperrt
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