Trinkwasser Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: vom Befund bis ins Glas — was im Wasser sein kann, wie du eine Probe nimmst und den Befund liest, Filter, Abkochen, Chlor, UV und Lagerung.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Trinkwasser. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Was im Wasser sein kann
Bakterien, Nitrat und Arsen verändern weder Farbe noch Geruch noch Geschmack des Wassers.
- Klar ist nicht sauber — Bakterien aus Mist und Klärgrube haben weder Farbe noch Geruch. Klares Brunnenwasser ist noch kein Trinkwasser.
- Klärgrube und Mist — Von dort kommen E. coli, Enterokokken und Viren: Durchfall, Erbrechen, Gelbsucht. Es hilft der Schutz der Quelle, dann Chlor, UV oder Abkochen.
- Nitrat von den Feldern — Es kommt aus Düngung, Mist und Klärgrube und ist für Säuglinge gefährlich. Im Trinkwasser höchstens 50 mg/L.
- Arsen aus dem Gestein — In Granit- und Gneisgebieten, etwa im Bayerischen Wald, Erzgebirge oder Schwarzwald, und in Teilen der Alpen kann Grundwasser von Natur aus Arsen oder Uran enthalten, klar und ohne Geschmack. Arsen höchstens 10 µg/L: Bei eigenem Brunnen dort lass auf Arsen und Uran untersuchen.
Warum: „Wir trinken es seit jeher“ heißt nicht, dass das Wasser Trinkwasser ist. Erwachsene gewöhnen sich oft an schlechtes Wasser, mit gelegentlichen Magenbeschwerden, ein Baby, eine Schwangere oder ein alter Mensch können das nicht.
- Nur eine Untersuchung im Labor sagt dir, ob das Wasser trinkbar ist.
- Ist die Quelle ständig verschmutzt, macht sie kein Filter auf Dauer sicher. Zuerst kommt der Schutz der Quelle (H04-02).
2. Probe fürs Labor
Eine falsch genommene Probe erklärt schlechtes Wasser für gut oder gutes für schlecht.
- Wann die Probe — Lass mindestens einmal im Jahr bakteriologisch untersuchen, am besten nach starkem Regen im April oder Oktober, wenn das Risiko am größten ist.
- Sterile Flasche — Die Flasche für die Mikrobiologie holst du vom Labor. Öffne sie nicht vor der Probenahme und berühr weder die Innenseite noch den Deckel.
- Hahn vorbereiten — Nimm Perlator und Aufsätze ab. Reinige den Hahn und wisch ihn mit Alkohol ab oder flamm ihn kurz mit dem Feuerzeug ab, nur einen Metallhahn.
- Laufen, füllen, kühlen — Lass das Wasser 3–5 Minuten laufen, füll die Flasche bis zur Markierung, ohne dass sie überläuft, und verschließ sie sofort. Beschriften, kühlen ohne Einfrieren und am selben Tag abgeben.
Warum: Untersuche vor dem ersten Schluck aus einer neuen Quelle, bakteriologisch einmal im Jahr und sofort nach Hochwasser, Arbeiten am Brunnen oder wenn sich Farbe, Geruch oder Geschmack ändern. Ein Paket für Brunnenwasser bieten zugelassene Trinkwasserlabore an; in DE gibt das Gesundheitsamt Auskunft, in AT die AGES, in CH das kantonale Labor.
- Die Probe nimmst du am Hahn, aus dem du trinkst, oder an dem, der dem Brunnen am nächsten ist. Kein Schlauch, kein tropfender Hahn, kein Hahn mit Filter.
- Nach dem Chloren des Brunnens wartest du 7–14 Tage, bis der Chlorgeruch ganz weg ist.
3. Den Befund lesen · Gesperrt
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4. Absetzen und Filter · Gesperrt
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5. Abkochen · Gesperrt
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6. Chlor: genaue Dosen · Gesperrt
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7. UV-Lampe und Lagerung · Gesperrt
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