Mais, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: von der alten Sorte und dem richtigen Platz auf dem Acker über die Aussaat in Horsten, das Hacken und die drei Schwestern bis zum sortenreinen Saatgut und zur Maisharfe.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Mais. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Alte Sorten
Entscheide vor der Aussaat, was dir der Mais geben soll: Mehl und Grieß für Polenta, Korn fürs Vieh oder Popcorn.
- Zahnmais fürs Mehl — Zahnmais hat oben am Korn eine Delle und weichere Stärke. Alte Landmaissorten sind 2,5–3 m hoch, später und weniger ertragreich als Hybriden, aber ihr Mehl hat einen Geschmack, den Hybriden nicht haben.
- Achtzeiler, Hartmais — Achtzeilige Hartmaise haben acht Kornreihen am Kolben und ein rundes, glänzendes, hartes Korn. Sie reifen früher und kommen mit kühleren Lagen gut zurecht; gut für Polenta und Grieß, etwa der Rheintaler Ribelmais.
- Puffmais getrennt — Puffmais hat ein kleines, sehr hartes Korn. Halt ihn weit weg von Zahn- und Hartmais: Durch Fremdbestäubung ändern sich Geschmack und Härte des Korns schon im selben Jahr.
- Herkunft und Hybriden — Wenn du Saatgut bekommst, schreib auf, woher und von wem es stammt und wie der Kolben aussieht. Saatgut von Hybriden (F1) baust du nicht nach: Im nächsten Jahr sind die Pflanzen ungleich und der Ertrag kleiner.
Warum: Für Küche und Vieh auf dem kleinen Hof sind drei Gruppen wichtig: Zahnmais, Hartmais und Puffmais. Alte Sorten sind weniger einheitlich als Hybriden, aber in einem schlechten Jahr trägt immer ein Teil der Pflanzen, und das Saatgut kannst du selbst nachbauen.
- Hybriden tragen eine FAO-Reifezahl: in mittleren Lagen FAO 200–300, in milden Lagen (Oberrhein, Wiener Becken) 300–450, im Bergland nur sehr frühe Sorten unter FAO 200.
- Zuckermais gehört nicht auf den Acker, sondern in den Gemüsegarten (H10-01).
2. Standort und Boden
Mais ist ein Starkzehrer: Er will tiefen, warmen, durchlässigen Boden und viele Nährstoffe.
- Sonne und Windschutz — Volle Sonne und Schutz vor Wind. An die Nordseite des Ackers, damit der Mais niedrigere Kulturen nicht beschattet.
- Umgraben und düngen — Im Herbst auf 20–25 cm pflügen oder umgraben und 3–5 kg gut verrotteten Mist pro m² einarbeiten. Im Frühjahr nur Fräse oder Rechen.
- Fruchtfolge — Säe nach Bohnen, Erbsen, Klee oder Getreide: Nach Hülsenfrüchten bekommt der Mais Stickstoff geschenkt. Nie nach Mais, denn Maiswurzelbohrer und Maiszünsler sammeln sich in Boden und Stoppeln.
- Vorsicht, neue Wiese — Drahtwürmer leben im Wiesenboden und bohren Korn und Jungpflanzen an. Im ersten Jahr auf neuem Acker säst du Getreide oder Buchweizen, Mais erst im zweiten oder dritten Jahr.
Warum: Hoher Mais geht im Freien nach einem Sommergewitter ins Lager. Mais nach Mais ist der häufigste Grund für den Westlichen Maiswurzelbohrer, dessen Larven im Boden leben und nur Maiswurzeln fressen.
- Mais kommt an die Nordseite des Ackers, damit er niedrigere Kulturen nicht beschattet.
- Statt Mist im Herbst kannst du im Frühjahr 2–3 kg Kompost pro m² geben.
3. Aussaat · Gesperrt
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4. Keimlinge und Vögel · Gesperrt
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5. Hacken und Wasser · Gesperrt
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6. Bohnen und Kürbisse · Gesperrt
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7. Saatgut und Ernte · Gesperrt
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