Gartenplan, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: wie viel Gemüse deine Familie braucht, wie viele m² das sind, wo der Garten hingehört, wie du Beete anlegst und für die Fruchtfolge aufteilst.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Gartenplan. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Erst die Familie, dann der Garten
Der Plan beginnt nicht mit der Auswahl des Saatguts, sondern mit dem Zählen der Leute am Tisch.
- Zähl die Leute am Tisch — Erwachsene und Kinder ab 15 zählen 1,0, Kinder von 7–14 Jahren 0,7 und Kinder bis 6 Jahre 0,4. Zusammengezählt ergibt das die EÄ der Familie.
- Wie viel vom eigenen Land — Im ersten Jahr sind 30–50 % Gemüse vom eigenen Land realistisch, nach drei, vier Saisons 80–100 %. Für die Hälfte multiplizierst du die EÄ mit 0,5.
- 120 kg Gemüse — Ein Erwachsener isst etwa 120 kg Gemüse im Jahr. Rund die Hälfte frisch von Juni bis Oktober, die andere Hälfte als Eingemachtes.
- 80 kg Kartoffeln — Dazu kommen etwa 80 kg Kartoffeln pro Person. Möhren, Rote Bete, Zwiebeln und Kohl warten im Keller auf den Winter.
Warum: Wer nicht weiß, wie viel er wovon braucht, pflanzt entweder zu wenig oder so viel, dass alles im Unkraut versinkt. Kinder essen weniger als Erwachsene, deshalb rechnest du die Familie in Erwachsenenäquivalente (EÄ) um. Ein guter Garten beginnt auf Papier, im Januar.
- Beispiel: 2 Erwachsene, ein Kind mit 10 und ein Kind mit 4 Jahren = 2,0 + 0,7 + 0,4 = 3,1 Erwachsenenäquivalente.
- Machst du keine Vorräte, liegt das Ziel eher bei 60–70 kg Gemüse pro Person.
2. Wie viel m² für welches Gemüse
Die Fläche ist eine einfache Rechnung: die Kilo, die du brauchst, geteilt durch den Ertrag je Quadratmeter.
- Kilo durch Ertrag — Tomaten: 19 kg pro Person bei 4 kg/m² sind 4,8 m². Paprika braucht 4,3 m², Buschbohnen sogar 6 m², weil sie nur 1,2 kg/m² bringen.
- Rund 45 m² Beete — Alles Gemüse zusammen sind rund 45 m² Beete je EÄ, ohne Kartoffeln und Wege. Kartoffeln brauchen noch etwa 32 m² und kommen meist auf den Acker.
- Wege dazurechnen — Die reinen Beete multiplizierst du mit 1,4 für Wege und Ränder. Für eine Familie mit 3,1 EÄ sind das rund 195 m² für Gemüse.
- Anfänger rechnen mehr — In den ersten zwei Jahren schlägst du 30 % auf, das sind etwa 85 m² Gemüsegarten je EÄ. Wenn der Boden besser wird und du Erfahrung hast, gehst du auf 56 m² herunter.
Warum: Die Werte sind Richtwerte, für den Freilandgarten in mittleren Lagen und eine Ernährung mit Vorratshaltung. Die Erträge sind absichtlich vorsichtig: Wer Erfahrung hat, erntet mehr, wer auf Boden anfängt, der erst besser wird, weniger.
- Ein Folientunnel ändert die Rechnung: Darin bringen Tomaten etwa 10 kg/m², Gurken 10 kg/m² und Paprika 6 kg/m².
- Wer keine Auberginen isst, gibt deren 2 m² den Tomaten oder Paprika.
3. Wo: der Platz für den Garten · Gesperrt
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4. Beete: Form und Maße · Gesperrt
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5. Vier Gruppen für die Fruchtfolge · Gesperrt
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6. Folgekulturen: zwei bis drei Ernten · Gesperrt
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7. Das erste Jahr: klein anfangen · Gesperrt
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