Pilze im Garten, Schritt für Schritt
Interaktive Lektion: ein Beet mit Riesenträuschling in Hackschnitzeln und Stroh — Platz, Substrat, Anlegen in Schichten, Pflege, Nachfüttern, Ernte und wilde Pilze im Mulch.
Kostenlose Probe Kapitel 1 und 2 (8 Schritte) sind kostenlos. Die ganze Lektion gibt es zum Modul Pilze im Garten. Schon gekauft? Freischalten
Die Lektion ist ein allgemeiner Rat, keine Fachausbildung. Örtliche Vorschriften und fachlicher Rat haben immer Vorrang. Lies unseren Haftungsausschluss.
Die ganze Lektion als Text
1. Lerne den Riesenträuschling kennen
Der Riesenträuschling ist der einfachste Pilz für ein Beet im Freien.
- Drei Aufgaben auf einmal — Das Beet liefert Essen, hält Feuchte und unterdrückt Unkraut, und das Myzel macht Holz und Stroh schneller zu Humus. In einem guten Jahr erntest du etwa 1–2 kg je m².
- Hut — Jung ist er weinrot bis rotbraun, wie ein Köpfchen. Alt verblasst er bis braungelb und ist 5–20 cm breit und mehr.
- Lamellen, Ring, Basis — Die Lamellen sind erst weißlich grau, alt dunkel violettschwarz. Der Ring ist dick und weiß, mit Furchen oder Zähnchen an der Unterseite, und an der Basis ziehen weiße Rhizomorphen in die Hackschnitzel.
- Sporenabdruck — Leg den Hut eines offenen Pilzes mit den Lamellen nach unten auf halb weißes, halb schwarzes Papier und stülp 6–12 Stunden ein Glas darüber. Beim Riesenträuschling ist der Abdruck dunkel violettbraun bis schwarz.
Warum: Hackschnitzel vom Gehölzschnitt und Stroh verrotten ohnehin unter den Bäumen. Mit Pilzbrut vom Riesenträuschling liefert derselbe Mulch nach zwei bis vier Monaten große Pilze und wird danach zu lockerem Humus.
- Wenn du Pilzbrut kaufst oder einen Pilz prüfen lässt, nutze den lateinischen Namen Stropharia rugosoannulata.
- Ist der Sporenabdruck weiß, rostig, orangebraun oder rosa, ist es kein Riesenträuschling.
2. Platz und Substrat
Der Riesenträuschling mag Halbschatten und frisches Holz.
- Halbschatten — Morgensonne und Nachmittagsschatten oder der lichte Schatten einer Baumkrone. Hohe Pflanzen wie Mais, Kürbis und Bohnen spenden im Sommer Schatten.
- Kreis um den Obstbaum — Unter einem Obstbaum ist das Beet bestens aufgehoben, aber der Mulch reicht nicht bis an den Stamm. Nicht bei Walnuss und Nadelbäumen: Stoffe aus Laub und Nadeln hemmen die Pilze.
- Frische Hackschnitzel oder Stroh — Hackschnitzel aus Laubhartholz, jünger als 1–2 Monate, in Stücken von 1–5 cm. Weizen- oder Gerstenstroh muss ungespritzt sein, und es geht auch halb und halb mit Hackschnitzeln.
- Was nicht geht — Alte, graue Hackschnitzel, Schnitzel von Nadelholz, Walnuss, Esskastanie und Robinie und Sägemehl allein. Beim Häckseln trägst du Schutzbrille, Gehörschutz und Handschuhe.
Warum: In voller Sonne trocknet der Mulch im Sommer aus, im tiefen Schatten bleiben die Pilze kleiner und seltener. Alte Hackschnitzel sind schon von anderen Pilzen besetzt, und Herbizide im Stroh können das Myzel ganz stoppen.
- Ein Gartenhäcksler zieht Äste schnell und unberechenbar ein: die Hände nie in den Trichter, Handschuhe ohne lose Teile.
- Hackschnitzel werden nicht pasteurisiert: Der Riesenträuschling ist stark genug, um sich gegen die Mikroben im frischen Holz durchzusetzen.
3. Das Beet anlegen · Gesperrt
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4. Pflege und Nachfüttern · Gesperrt
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5. Den Riesenträuschling ernten · Gesperrt
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6. Wilde Pilze und Austernpilze · Gesperrt
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